Krankenkassen-Zusatzbeiträge 2026
Die Krankenkassen mit den günstigsten Zusatzbeiträgen 10/2026
Überprüfte Produkte
Befragte Personen

Paul Großkopf
Aktualisiert am: 1. Oktober 2026
34 Ergebnisse
34 Ergebnisse
1 TUI BKK
Gut (3,6)
2,50%
1,50%
9 Debeka BKK
Gut (3,0)
3,25%
1,69%
Quellen: Konditionen-Verzeichnisse und Website-Auskünfte der Krankenkassen.
Hinweis: Wir können leider keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen auf dieser Seite übernehmen. Auf den Webseiten der entsprechenden Anbieter findest du alle aktuellen Produkt- und Preisinformationen. Für den Vergleich kooperieren wir mit der Krankenkassennetz.de GmbH. Wie wir die Punkte für einzelne Konditionen vergeben, findest du in unserer Übersicht. Als Highlights heben wir den Testsieger sowie besonders attraktive Angebote (z.B. eine hohe Startprämie) bei Produkten mit der Note „sehr gut“ farblich hervor.
Hier findest du eine Übersicht der im Vergleich teilnehmenden gesetzlichen Krankenkassen.
*Das ist ein Werbe- oder Affiliate-Link. Wenn du darauf klickst und etwas kaufst oder abschließt, erhalten wir eine Provision. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten und du unterstützt damit unsere Arbeit. Unsere Produktbewertungen bleiben davon unbeeinflusst. Erfahre hier, wie wir uns finanzieren.
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Was ist der Zusatzbeitrag?
Der allgemeine Beitragssatz für die gesetzliche Krankenversicherung beträgt bei allen Krankenkassen 14,6% der beitragspflichtigen Einnahmen. Für Mitglieder ohne Anspruch auf Krankengeld gilt grundsätzlich ein ermäßigter Beitragssatz von 14,0%.
Dein Beitrag landet dabei nicht direkt bei deiner Krankenkasse. Er fließt zuerst in den Gesundheitsfonds, aus dem sich alle gesetzlichen Kassen finanzieren. Dorthin zahlen Mitglieder und Arbeitgeber ihre Beiträge, dazu kommt Geld aus Steuermitteln. Jede Krankenkasse bekommt daraus einen Betrag für ihre Versicherten zugewiesen. Kommt eine Kasse damit nicht aus, muss sie die Lücke über einen eigenen Zusatzbeitrag schließen. Wie hoch der ausfällt, entscheidet jede Kasse selbst.
Bei gesetzlich versicherten Arbeitnehmern tragen Arbeitgeber und Arbeitnehmer den allgemeinen Beitrag und den Zusatzbeitrag grundsätzlich je zur Hälfte.
💡
Bei der Wahl einer Krankenkasse solltest du nicht nur auf die Höhe des Zusatzbeitrags achten. Berücksichtige auch die angebotenen Zusatzleistungen, zum Beispiel Zuschüsse für sportmedizinische Untersuchungen oder erweiterte Vorsorgeleistungen. Diese können sich erheblich zwischen den einzelnen Kassen unterscheiden.
Beitragssätze und Erhöhungen der letzten Jahre
Der Zusatzbeitrag, den die einzelnen Krankenkassen erheben, ist in den letzten Jahren tendenziell gestiegen. Im Jahr 2026 beträgt der vom Bundesministerium für Gesundheit amtlich festgelegte durchschnittliche Zusatzbeitragssatz 2,9%. Für die meisten Krankenkassenmitglieder ist dieser Wert jedoch nur eine Rechengröße. Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit lag der von den Krankenkassen tatsächlich erhobene durchschnittliche Zusatzbeitragssatz zum 1. April 2026 bei 3,13%.
Die einzelnen Krankenkassen legen ihren individuellen Zusatzbeitrag selbst fest. Dieser kann vom Durchschnittswert abweichen. Die Erhöhungen sind bei den einzelnen Krankenkassen in den vergangenen Jahren sehr unterschiedlich ausgefallen. In der Vergleichstabelle unten findest du die aktuellen Zusatzbeiträge (2026) sowie die Werte der Jahre 2022 bis 2025 für die 20 mitgliederstärksten Krankenkassen aus unserem Vergleich. Sortiert sind sie aufsteigend nach der Steigerung des Zusatzbeitrags seit Ende 2022 in Prozentpunkten. Wichtig für dich: Krankenkassen können den Zusatzbeitrag auch unterjährig erhöhen, nicht nur zum Jahresbeginn. Beachte außerdem, dass nicht alle Krankenkassen bundesweit geöffnet sind. Prüfe das für dein Bundesland in unserem Vergleich.
| Krankenkasse | Steigerung seit Ende 2022 [Prozentpunkte] | 2026 [aktuell] | Ende 2025 | Ende 2024 | Ende 2023 | Ende 2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| AOK Rheinland-Pfalz/Saarland | +1,17 | 2,47% | 2,47% | 1,80% | 1,80% | 1,30% |
| AOK Nordwest | +1,29 | 2,99% | 2,79% | 1,89% | 1,89% | 1,70% |
| BKK Firmus | +1,34 | 2,18% | 2,18% | 0,90% | 0,90% | 0,84% |
| AOK Bayern | +1,39 | 2,69% | 2,69% | 1,58% | 1,58% | 1,30% |
| AOK Hessen | +1,48 | 2,98% | 2,49% | 1,60% | 1,60% | 1,50% |
| TK - Techniker Krankenkasse | +1,49 | 2,69% | 2,45% | 1,20% | 1,20% | 1,20% |
| AOK Niedersachsen | +1,68 | 2,98% | 2,70% | 1,50% | 1,50% | 1,30% |
| AOK Baden-Württemberg | +1,69 | 2,99% | 2,60% | 1,60% | 1,60% | 1,30% |
| AOK Rheinland/Hamburg | +1,69 | 3,29% | 2,99% | 2,20% | 1,80% | 1,60% |
| DAK-Gesundheit | +1,7 | 3,20% | 2,80% | 1,70% | 1,70% | 1,50% |
| Barmer | +1,79 | 3,29% | 3,29% | 2,19% | 1,50% | 1,50% |
| AOK Nordost | +1,8 | 3,50% | 3,50% | 2,70% | 1,90% | 1,70% |
| AOK Plus | +1,9 | 3,10% | 3,10% | 1,80% | 1,50% | 1,20% |
| HKK | +1,9 | 2,59% | 2,19% | 0,98% | 0,98% | 0,69% |
| AOK Sachsen-Anhalt | +2,09 | 2,89% | 2,50% | 1,30% | 1,00% | 0,80% |
| KKH - Kaufmännische Krankenkasse | +2,28 | 3,78% | 3,78% | 3,28% | 1,50% | 1,50% |
| SBK | +2,5 | 3,80% | 3,80% | 1,70% | 1,50% | 1,30% |
| IKK classic | +2,55 | 3,85% | 3,40% | 2,19% | 1,60% | 1,30% |
| BKK Mobil | +2,6 | 3,89% | 3,89% | 1,49% | 1,49% | 1,29% |
| Knappschaft | +2,7 | 4,30% | 4,40% | 2,70% | 1,60% | 1,60% |
Die Krankenkassen mit den aktuell höchsten Zusatzbeiträgen aus unserem Vergleich erheben mehr als 4% Zusatzbeitrag. Das sind die BKK24 (4,39%), BKK Herkules (4,38%), BKK Werra-Meissner (4,35%), IKK BB (4,35%), IKK - Die Innovationskasse (4,30%), Knappschaft (4,30%) und VIACTIV Krankenkasse (4,19%).
Die Krankenkassen mit den aktuell geringsten Beitragssätzen aus unserem Vergleich erheben 2,50% Zusatzbeitrag oder weniger. Das sind die BKK Firmus (2,18%), AOK Rheinland-Pfalz/Saarland (2,47%), BKK Faber-Castell & Partner (2,48%), BKK Public (2,50%) und TUI BKK (2,50%).
Die fünf Krankenkassen aus unserem Vergleich, die ihren Zusatzbeitrag in Prozentpunkten seit Ende 2022 am meisten gesteigert haben, sind die IKK - Die Innovationskasse (+3,00 Prozentpunkte), BKK Dürkopp Adler (+3,00 Prozentpunkte), BKK Herkules (+2,98 Prozentpunkte), BKK24 (+2,90 Prozentpunkte) und BKK Scheufelen (+2,89 Prozentpunkte).
Am wenigsten gesteigert haben ihren Zusatzbeitrag seit Ende 2022 die TUI BKK (+1,15 Prozentpunkte), AOK Rheinland-Pfalz/Saarland (+1,17 Prozentpunkte), BKK Public (+1,20 Prozentpunkte), BKK WMF (+1,25 Prozentpunkte) und AOK Nordwest (+1,29 Prozentpunkte). Drei dieser Kassen gehören zugleich zu den günstigsten in unserem Vergleich: TUI BKK (2,50%), AOK Rheinland-Pfalz/Saarland (2,47%) und BKK Public (2,50%). Ihren Zusatzbeitrag stabil gehalten hat seit Ende 2022 keine einzige Krankenkasse.
Sonderkündigungsrecht: Wann du aufgrund einer Erhöhung des Zusatzbeitrags die Krankenkasse wechseln kannst
Erhöht deine Krankenkasse ihren Zusatzbeitragssatz, kannst du zu einer günstigeren Kasse wechseln. Die reguläre Bindungsfrist von 12 Monaten gilt in diesem Fall nicht. Maßgeblich ist der Monat, in dem du den höheren Beitrag zum ersten Mal zahlst. Bis zu dessen Ende musst du dich bei einer neuen Kasse angemeldet haben.
Mit Inkrafttreten des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes müssen die Krankenkassen ihre Mitglieder nicht mehr individuell über eine Erhöhung des Zusatzbeitrags informieren. Das Sonderkündigungsrecht bleibt im Zuge der Reform aber bestehen. Du solltest den Zusatzbeitrag deiner Krankenkasse deshalb regelmäßig selbst prüfen.
💡
Um dein Sonderkündigungsrecht zu nutzen, beantragst du einfach die Mitgliedschaft bei einer anderen Krankenkasse. Diese meldet den Wechsel dann bei deiner alten Kasse. Sofort wirksam wird er allerdings nicht. Deine Mitgliedschaft bei der bisherigen Krankenkasse endet grundsätzlich mit Ablauf des übernächsten Kalendermonats. Stellst du den Antrag beispielsweise im Januar, beginnt die Mitgliedschaft bei der neuen Krankenkasse am 1. April. Bis dahin musst du den erhöhten Zusatzbeitrag bezahlen. Solange du an einen Krankengeld-Wahltarif gebunden bist, kannst du dieses Sonderkündigungsrecht grundsätzlich nicht nutzen.
Wenn deine Krankenkasse den Zusatzbeitrag erhöht, ist das ein guter Anlass, verschiedene Krankenkassen und ihre Leistungen sowie Zusatzbeiträge miteinander zu vergleichen.