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Kredit im Copilot richtig eintragen

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Kurzgesagt
Im Copilot kannst du Kredite auf zwei Arten erfassen: aufgenommene Kredite (z.B. Immobilien- oder Autokredit) als Schuld mit negativem Saldo und vergebene Kredite (z.B. P2P-Kredite) als Forderung mit positivem Saldo. In diesem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du beide Fälle korrekt anlegst und verwaltest.

Mit dem Kredit-Konto bildest du im Copilot 2 unterschiedliche Szenarien ab:

Fall A
Kredite, die du aufgenommen hast (z.B. Immobilien- oder Autokredit): eine Schuld, die dein Vermögen verringern soll. Für diesen wird ein negativer Saldo verbucht.

Fall B
Kredite, die du vergeben hast (z.B. P2P-Kredite oder private Darlehen): eine Forderung, die als Vermögenswert zählt. Für diesen wird ein positiver Saldo verbucht.

Wichtig vorab: Bei der Erstanlage eines Kredit-Kontos kannst du im Feld „Art der Transaktion“ nur „Einzahlung“ oder „Sonstige Gewinne“ auswählen. Alle weiteren Buchungsarten (Abhebung, Zinsen/Gebühren, Steuern/Rückerstattung) stehen dir erst danach in der Detailansicht des Kontos zur Verfügung. Das ist der Grund, warum sich die beiden Fälle im Ablauf unterscheiden.

Fall A: Kredit, den du aufgenommen hast importieren

Ein aufgenommener Kredit soll einen negativen Saldo aufweisen. Da bei der Erstanlage aber nur eine Einzahlung möglich ist, erstellst du das Konto zunächst mit einem positiven Betrag und korrigierst diesen anschließend über eine Ausgleichsbuchung.

Schritt 1: Kredit-Konto anlegen

Navigiere in der Sidebar zu „Portfolios & Konten" und klicke oben rechts auf „Hinzufügen".

Wechsle im Fenster „Was möchtest du hinzufügen?" in den Reiter „Assets" und wähle die Kachel „Kredit".

Fülle die Eingabemaske aus:

  • Art der Transaktion: Wähle „Einzahlung".
  • Konto: Klicke auf „Neues Konto hinzufügen" und vergib für dein neues Kredit Konto einen Namen, z.B. „Immobilienkredit".
  • Wertstellungsdatum: Hier gibst du das Auszahlungsdatum des Kredits an.
  • Nettobetrag: Gib hier die aufgenommene Kreditsumme an, z.B. 100.000 €.

Klicke auf „Speichern"

Dein Konto zeigt jetzt einen positiven Saldo von +100.000 €. Das ist ein Zwischenschritt. Im nächsten Schritt korrigieren wir diesen Zwischenstand.

Schritt 2: Ausgleichsbuchung erstellen (negativer Saldo)

  1. Gehe zurück zu „Portfolios & Konten", nachdem du dein Kredit Konto erstellt hast und klicke unter „Kredite" auf dein neu angelegtes Konto, um die Detailansicht zu öffnen.
  2. Klicke oben rechts auf „Hinzufügen". Es öffnet sich das Fenster „Cash Transaktion hinzufügen".
  3. Jetzt steht dir im Feld „Typ" die volle Auswahl zur Verfügung: Abhebung, Einzahlung, Zinsen/Gebühren, Steuern/Rückerstattung, Sonstige Gewinne.
  4. Wähle „Abhebung" und trage einen Betrag ein, der die anfängliche Einzahlung ausgleicht und die Schuld abbildet.

Beispiel: Dein Konto steht nach der Anlage bei +100.000 €. Um daraus die tatsächliche Schuld von -100.000 € zu machen, buchst du eine Abhebung über 200.000 €: 100.000 € gleichen die anfängliche Einzahlung aus, die weiteren 100.000 € bilden deine Verbindlichkeit ab. Ergebnis: -100.000 € = deine Restschuld.

Schritt 3: Laufende Buchungen erfassen

Alle weiteren Buchungen nimmst du in der Detailansicht über „Hinzufügen“ → „Cash Transaktion hinzufügen“ vor:

  • Tilgung: Diese fügst du als „Einzahlung" ein. Jede Tilgung bewegt den negativen Saldo in Richtung null und verringert deine Restschuld.
  • Sondertilgung: Diese trägst du ebenfalls als „Einzahlung" ein. Achte auf das korrekte Datum.
  • Zinsen: Diese trägst du als „Zinsen / Gebühren" ein, wobei du den Betrag als negative Zahl einträgst (z.B. -100 €), da Zinsen für dich eine Kostenposition sind und dein Vermögen verringern.

Wichtige Empfehlung: Buche Zinsen bei aufgenommenen Krediten am besten nicht auf dem Kreditkonto, sondern als normale Ausgabe auf deinem Girokonto (dort, wo sie real abgebucht werden). Der Grund: Deine Restschuld verändert sich nur durch Tilgung, nicht durch Zinsen. Buchst du die Zinsen zusätzlich auf dem Kreditkonto ins Minus, wird der Saldo niedriger als deine tatsächliche Restschuld und stimmt nicht mehr mit deinen Kreditunterlagen überein. Über das Girokonto bleibt der Kreditsaldo eine saubere Restschuld, und deine Zinskosten erscheinen trotzdem korrekt in Budget und Ausgabenübersicht.

Fall B: Kredit, den du vergeben hast importieren (z.B. P2P Kredite)

Wenn du selbst Geld verleihst, ist der Kredit eine Forderung, also ein Vermögenswert. Hier ist ein positiver Saldo korrekt, und es ist keine Ausgleichsbuchung nötig.

Bei diesem Fall bildet dein Kreditkonto den Gesamtwert deiner Anlage ab. Das bedeutet, dass dein eingesetztes Kapital plus die erzielten Erträge abgebildet werden. Das funktioniert wie ein Investmentkonto: Einzahlungen und Erträge erhöhen den Wert, Auszahlungen an dich verringern ihn.

Schritt 1: Kredit-Konto anlegen

Gehe zu „Portfolios & Konten" → „Hinzufügen" → Reiter „Assets" → Kachel „Kredit".

Fülle die Eingabemaske aus:

  • Art der Transaktion: Wähle hier „Einzahlung". Das ist hier fachlich genau richtig, da dein eingesetztes Kapital eine Forderung darstellt.
  • Konto: Lege über „Neues Konto hinzufügen" ein Kredit Konto an, z.B. „P2P Mintos".
  • Wertstellungsdatum: Gib hier das Datum an, an dem du das Kapital eingesetzt hast.
  • Nettobetrag: Gib hier den verliehenen bzw. eingezahlten Betrag an, z.B. 10.000 €.

Klicke auf „Speichern".

Dein Konto zeigt nun einen positiven Saldo von +10.000 €, der als Vermögenswert in dein Gesamtvermögen einfließt. Hier ist der Ablauf damit bereits abgeschlossen.

Schritt 2: Laufende Buchungen erfassen

Weitere Buchungen erfasst du in der Detailansicht über „Hinzufügen“ → „Cash Transaktion hinzufügen“:

  • Weiteres Kapital investieren: Um das zu verbuchen wählst du „Einzahlung" (+). Der Import erhöht den Wert deiner Anlage weiter.
  • Zinserträge: Diese importierst du als „Zinsen / Gebühren" mit einem positiven Betrag (z.B. 100 €), da die Zinsen deinen Anlagewert erhöhen.
  • Boni oder Cashback der Plattform: Diese importierst du als „Sonstige Gewinne" (+).
  • Kapitalertragsteuer auf Zinsen: Diese trägst du als „Steuern / Rückerstattung“ mit einem negativen Betrag (z.B. -25 €) ein. Eine Steuerrückerstattung buchst du entsprechend als positiven Betrag.
  • Auszahlung an dich: Diese Transaktion pflegst du als „Abhebung" (-) ein. Damit verbuchst du korrekt, dass du dir Kapital von der Plattform auf dein Bankkonto überweist. Dadurch verringert sich der Wert deiner Anlage.

Wichtig zur Abgrenzung: Eine „Abhebung“ bezieht sich hier auf die Auszahlung an dich (Geld verlässt die Plattform Richtung Bankkonto), nicht auf die Rückzahlung eines einzelnen Kredits durch den Schuldner.

Kredit-Konto verwalten (für beide Fälle)

Detailansicht und Buchungsübersicht

In der Detailansicht jedes Kredit-Kontos (erreichbar über „Portfolios & Konten“ → Klick auf das Konto) siehst du oben den aktuellen Kontostand samt Verlaufsgrafik und darunter alle Buchungen. Über die Buchungsliste kannst du:

  • mit „Filtern" und der Suche einzelne Buchungen finden,
  • über das Stift-Symbol Buchungen nachträglich bearbeiten,
  • über das Papierkorb-Symbol Buchungen löschen,
  • über „Export" deine Buchungen exportieren.

Mehrere Kredite parallel verwalten

Für jeden Kredit legst du ein eigenes Konto an, egal ob aufgenommen oder vergeben. In der Übersicht unter „Kredite“ siehst du alle Konten mit ihren aktuellen Salden auf einen Blick.

Kredit-Konto mit Unterlagen abgleichen

Kontrolliere regelmäßig, ob der Saldo mit deinen Kreditunterlagen, Kontoauszügen oder P2P-Plattform-Berichten übereinstimmt. Bei Abweichungen korrigierst oder ergänzt du die betreffenden Buchungen einfach über die Detailansicht.