Kapitelübersicht

Bargeld auf das eigene Konto einzahlen: Limits & Gebühren im Überblick
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- Um Geld auf dein Konto einzuzahlen, gibt es verschiedene Wege: bei deiner Bank, am Schalter oder Automaten, einer Fremdbank sowie teilnehmenden Händlern.
- Banken bieten überwiegend mindestens eine Möglichkeit an, wie du kostenlos Geld einzahlen kannst. Die Kosten und Bedingungen variieren allerdings zwischen den Banken.
- Ab 10.000€ meldet die Bank die Einzahlung dem Finanzamt. Bei einer fremden Bank schon ab 2.500€.
- Einzahlungen sind jedoch nicht begrenzt. Es wird lediglich oberhalb der Grenzwerte ein Herkunftsnachweis des Geldes verlangt.
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- Schaue dir die Kosten und Bedingungen für das Einzahlen von Bargeld bei deiner Bank im Preis- und Leistungsverzeichnis an. Alternativ hilft dir unsere Vergleichstabelle in diesem Artikel.
- Überlege, ob du wirklich Geld einzahlen musst oder ob du es im Handel ausgeben kannst.
- Weise die Herkunft deines Bargeldes etwa mit einem Kontoauszug nach, wenn du bei deiner Bank mindestens 10.000€ einzahlen möchtest.
- Nutze unseren Girokonto-Vergleich, um das passende Girokonto für dich zu finden.
Welche Bestimmungen zu Bareinzahlungen enthält das Geldwäschegesetz?
Das Geldwäschegesetz (GwG) – genauer: „Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten“ – geht auf das Jahr 1992 zurück, ist seit dem 30. November 1993 in Kraft und wurde laufend aktualisiert. Dieses Bundesgesetz besagt, dass ab bestimmten Beträgen eine Meldepflicht beim Finanzamt besteht.
Banken können allerdings auch bei einem niedrigeren Betrag hellhörig werden, wenn sie den Verdacht auf Steuerhinterziehung oder Geldwäsche haben. Auch dann steht eine Identitätsfeststellung an, in deren Rahmen du etwa deinen Personalausweis oder Reisepass vorzeigst. Zudem musst du die Herkunft des Geldes nachweisen, z.B. mithilfe eines aktuellen Kontoauszugs, aus dem die Barauszahlung des Geldes hervorgeht. Außerdem zeichnen die Institute die Transaktion auf – inklusive 5-jähriger Speicherung.
Die Realität sieht jedoch so aus, dass manche Kreditinstitute strenger vorgehen. Je nach Bank sind Nachforschungen auch schon ab 1.000€ möglich. Das hängt aber tatsächlich von Fall zu Fall ab. Dies trifft ebenfalls auf die Antwort der Frage zu, ob es ein Limit bei Bareinzahlungen aufs eigene Konto gibt. Im Grunde kannst du so viel Geld einzahlen, wie du möchtest. Ab 10.000€ kommen allerdings besagte bürokratische „Umstände“ auf dich zu. Garantien können wir dir an dieser Stelle allerdings keine geben, da Banken stets den Einzelfall betrachten.
Bareinzahlung auf das eigene Konto
Ausnahmen bestätigen die Regel, aber: Die beiden wichtigsten und von Verbrauchern am häufigsten genutzten Wege zur Bareinzahlung auf das eigene Konto sind der Schalter und der Automat.
Geld am Schalter einzahlen
Wenn du am Schalter Geld auf dein eigenes Girokonto einzahlen willst, entscheidest du dich für den traditionellen Weg. Diese Methode kannst du vorwiegend in Filialbanken nutzen, da Direktbanken über kein klassisches Filialnetz verfügen. Sind Direktbanken Tochtergesellschaften einer Filialbank, darfst du dein Glück auch dort gern am Schalter versuchen. Der Ablauf einer Bargeldeinzahlung am Schalter ist einfach: Du händigst dem Mitarbeiter die Summe aus, worauf er dir deine Einzahlung per Quittung bestätigt.
Geld am Automaten einzahlen
Wer langen Schlangen am Schalter aus dem Weg gehen möchte, zahlt Bargeld am Automaten ein. Dabei solltest du allerdings beachten, dass nicht jeder Service-Automat eine Einzahlfunktion besitzt. Auch hier ist der Ablauf leicht verständlich: Zunächst führst du deine Girocard (ehemals EC-Karte) in den Schlitz des Automaten ein und drückst dann auf „Einzahlung“. In der Folge öffnet sich ein Fach, in das du die Geldscheine (wie am Automaten meist visuell dargestellt) einlegst. Die Klappe schließt sich und der Service-Automat prüft und zählt das Geld maschinell. Zahlst du beispielsweise 500€ ein, sollte die Anzeige auch 500€ zur Kontrolle anzeigen. Nun musst du nur noch den Betrag bestätigen und deine PIN eingeben. Entnimm die Quittung sowie deine Girocard, um den Vorgang abzuschließen.
Jede Bank setzt eigene Grenzen für Einzahllimits. An die Regelungen im Geldwäschegesetz halten sich die Kreditinstitute aber, sodass Einzahlungen am Automaten oder Schalter über 10.000€ aufgrund der Nachforschungen nicht möglich sind. Bei einigen Banken können zudem nur geringere Beträge eingezahlt werden.
Geld bei teilnehmenden Handelspartnern einzahlen
Alternativ kannst du auch bei teilnehmenden Handelspartnern wie Supermärkten Geld einzahlen. Das funktioniert ähnlich wie das Geldabheben bei Einzelhändlern. Mithilfe des Bezahlterminals wird die Einzahlung beauftragt. Dafür benötigst du deine Bankkarte oder einen QR-Code in deiner Banking-App.
Wie kann ich Münzen auf mein Konto einzahlen?
Manche Verbraucher gehen etwas stiefmütterlich mit ihrem Kleingeld um. Dabei haben natürlich auch Münzen ihren Wert, sodass sich in vielen Sparschweinen beachtliche Summen ansammeln. Banken stellen spezielle Münzzählautomaten auf, um dir die Einzahlung von Kleingeld zu ermöglichen. Ebenso kannst du Geld per Safebag auf dein eigenes Konto einzahlen.
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Kann ich von einer fremden Bank aus auf mein eigenes Konto einzahlen?
Gesetzlich steht deinem Vorhaben nichts im Weg, von einer Fremdbank aus Geld auf dein Girokonto einzuzahlen. Empfehlen können wir das allerdings nicht. Denn zum einen dauert es weitaus länger, wenn du dich für die Einzahlung bei einem externen Kreditinstitut entscheidest. Dann vergehen in der Regel 3 bis 5 Werktage, bevor das eingezahlte Geld auf deinem Konto verfügbar ist. Zum anderen lassen sich die Banken diesen Service gut bezahlen. Es warten vergleichsweise hohe Gebühren von 10€ aufwärts auf dich.
Welche Gebühren fallen bei Bareinzahlungen aufs eigene Konto an?
Am 30. November 1993 entschied der BGH, dass Einzahlungen in bar auf das eigene Girokonto kostenlos sind. Aus Sicht von Verbrauchern wurde der § 675f BGB leider neu geregelt. Denn seitdem haben Zahlungsdienstleister das Recht, für Zahlungsdienste Gebühren zu verlangen. Das wäre nicht schlimm, handelte es sich bei Bareinzahlungen um keinen Zahlungsdienst. Zum Nachteil für dich und alle anderen Kontoinhaber verrät das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG), dass Einzahlungen von Bargeld Zahlungsdienste sind.
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Dass Banken für Bareinzahlungen Gebühren verlangen, steht demnach auf einer rechtlichen Basis. Jede Bank geht jedoch anders mit dieser Möglichkeit um: Während die einen vergleichsweise hohe Gebühren verlangen, ermöglichen dir andere Institute die Einzahlung von Bargeld kostenlos. Bei manchen Kreditinstituten wie der Sparkasse lassen sich keine pauschalen Aussagen treffen, da die einzelnen Standorte unabhängig voneinander sind. Hier solltest du das Preis- und Leistungsverzeichnis deiner Bank genau studieren.
| Bank | Gebühren |
|---|---|
| Sparkasse (da es in Deutschland über 300 Sparkassen gibt, können Ausnahmen auftreten) | – kostenlos am Automaten, je nach Kontomodell – Münzgeldeinzahlung im Safebag 7,50€ |
| Volksbank (da es in Deutschland über 600 Volks- und Raiffeisenbanken gibt, können Abweichungen auftreten) | – am Automaten kostenlos – am Schalter belaufen sich die Kosten je nach Bank und Kontomodell auf etwa 3,00€ bis 6,00€ |
| Postbank | – kostenlos – Einzahlung von Münzen am Schalter möglich |
| Commerzbank | – kostenlose Einzahlungen an Commerzbank-Automaten mit Einzahlfunktion – Einzahlen von Münzen und Scheinen am Automaten möglich |
| Deutsche Bank | – Einzahlungen am Schalter der Deutschen Bank kostenlos – Safebag Einzahlungen 10€ pro Safebag |
| DKB | – 1,5% vom eingezahlten Betrag, mind. 2,50€, bei der Reisebank – bei einigen Einzelhandelspartnern wie REWE für 1,5% des eingezahlten Betrages |
| Comdirect | – in Filialen der Commerzbank oder im Einzelhandel mit der Funktion „Barzahlen“ in der App – 3 Einzahlungen pro Kalenderjahr bei teilnehmenden Handelspartnern sind kostenlos, ab der 4. Einzahlung kostet es je nach Kontenmodell etwa 4,90€ pro Vorgang – gilt auch für Münzen (bis zu 800 Münzen pro Einzahlung am Einzahlautomaten) |
| ING | – bei Filialen der ReiseBank AG 9,50€ je angefangene 5.000€ (keine Münzen) – an Geldautomaten der ING mit Einzahlfunktion für 1% des Einzahlungsbetrags (mind. 2,50€ und max. 7,50€) – über die App mittels ING Bargeld für 1,5% des Einzahlungsbetrags bei Partnern wie Rewe, dm oder Penny |
| N26 | – Einzahlung bei Partnern wie Penny, Real oder Rewe – in der App Barcode erstellen und an der Kasse vorzeigen – mind. 50€, aber maximal 999€ einzahlen – bei Einzahlung 1,5% Gebühren |
| VR-Bank | siehe Volksbank |
| HypoVereinsbank | – gebührenfrei am Schalter und Automaten |
| Targobank | – Bareinzahlung kostenlos an Targobank-Geldautomaten mit Einzahlfunktion – mehr als 100 Münzen per Safebag: 7,50€ – Targobank Bargeld-Service: über die App in Supermärkten bis zu 999€ pro Tag einzahlen. Die ersten 100€ sind gebührenfrei, danach 1,5% pro Einzahlung |
| Norisbank | – kostenlos an den Automaten mit Einzahlfunktion der Deutschen Bank oder Postbank – nur Banknoten |
| Consorsbank | – Einzahlungen sind über die ReiseBank AG möglich – 9,50€ je angefangene 5.000€ – 7,50€ pro angefangene 5.000€ |
| 1822direkt | – bei der Frankfurter Sparkasse: am Schalter und an den Automaten kostenlos |
Du siehst, dass kostenlose Einzahlungen von Bargeld auf dein eigenes Konto bei vielen Banken möglich sind. Bei einigen Banken fallen erst nach mehreren Freiposten pro Monat oder Kalenderjahr Gebühren an.
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Verbraucher können überwiegend kostenlos Bargeld aufs eigene Konto einzahlen
Wer bei einer klassischen Filialbank sein Girokonto führt, dem stehen in der Regel die Schalter an den jeweiligen Standorten zur Bargeldeinzahlung zur Verfügung. Hinzu kommen oftmals Automaten, an denen Verbraucher ebenfalls Geld einzahlen können. Als Kunde einer Direktbank ohne Filialnetz fehlt oftmals die Schalter-Einzahlung. Kooperiert die Direktbank mit einer Partnerbank, können Kunden meist deren Automaten verwenden.
Für die Einzahlung von Münzen stellen viele Banken spezielle Münzzähler auf, andere wiederum ermöglichen die Einzahlung am Schalter. Direktbanken bieten ihren Kunden häufig den Service, Geld bei Partnern aus dem Einzelhandel wie Penny oder REWE einzuzahlen. Egal, ob Filial- oder Direktbank: Du hast als Verbraucher in Deutschland diverse Möglichkeiten, Bargeld auf dein eigenes Konto einzuzahlen. Überwiegend kannst du Geld zumindest auf einem Weg kostenlos einzahlen. Allerdings ist dieser Service häufig bei Filialbanken indirekt kostenpflichtig, da meistens Kontoführungsgebühren anfallen.